
Standsicherheitsberechnung des weltgrößten Mauerwerksviaduktes

Göltzschtalbrücke

Detailliertes Geometriemodell

FEM-Netz zur Berechnung

Plastizierungen im Eigenlastfall
Um 1850 wurde zur Eisenbahnüberquerung die ca. 100 m hohe und 600 m lange Göltzschtalbrücke aus Ziegelmauerwerk in Form eines römischen Viaduktes errichtet.
DYNARDO konnte mit elasto-plastischen Berechnungen erstmals die Standsicherheit der Gesamtkonstruktion unter Berücksichtigung von Sonderlasten (Befahreinrichtung zur Sanierung) nachweisen.
DYNARDO erstellte ein detailliertes 3D-Geometriemodell, das den Einbauort der verschiedenen Natursteine (Sandstein/Granit) und des Ziegelmauerwerkes berücksichtigt.
Aus der Literatur der Bauzeit konnten wahrscheinliche Materialkennwerte bestimmt werden. Zur realitätsnahen Modellierung des Mauerwerkes wurde ein sehr hochwertiges elasto-plastisches 3D-Mauerwerksmodell (Schweizer Mauerwerksnorm nach GANZ) in ANSYS implementiert. Erst die Kombination aus detaillierter Modellierung und realitätsnahem Materialverhalten erlaubten eine realistische elasto-plastische Nachrechnung.
In einer nichtlinearen Lastgeschichteberechnung wurden der Bauzustand sowie Haupt- und Zusatzlasten (Windlasten, Temperaturlasten und Verkehrslasten) nach DIN/DS zuzüglich eines ausreichenden Sicherheitsabstandes nachgewiesen.
Damit konnten sowohl die Tragwirkung und die Standsicherheit als auch die Gebrauchstauglichkeit der Gesamtkonstruktion nachgewiesen werden.
Veröffentlichungen:
Schlegel, R., Rautenstrauch, K., Will, J., Fischer, D.: Tragfähigkeitsuntersuchungen der weltgrößten Ziegelsteinbrücke - Berechnung der Göltzschtalbrücke mit ANSYS20th CAD-FEM USERS' Meeting 2002, International Congress on FEM Technology, Friedrichshafen, Lake Constance, Germany, October 9-11, 2002.
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